Ausstellung Atrium, Bad Birnbach – August 2026

Himmelsleitern

Drei Äste, senkrecht in die Luft gestreckt – und plötzlich steigen sie:

Himmelsleitern.

In dieser Ausstellung zeige ich Skulpturen und Frottagen, die dem Holz nachspüren, was darin verborgen war: Menschen, Begegnungen, Beziehungen.

Das Atrium in Bad Birnbach ist dafür ein idealer Ort: Hohe Wände aus Beton, viel Licht, eine Großzügigkeit, die dem Holz den Raum lässt, den es braucht, um wirken zu können. Die Vernissage am 7. August hat gezeigt, was eine gut gewählte Umgebung aus Kunst machen kann – und was Kunst aus einer gut gewählten Umgebung macht.

Dr. Ludger Drost nahm sich in seiner Laudatio genau jener Frage an, die meine Arbeit begleitet: was im Holz verborgen ist – und was das über uns sagt. Wolfgang Krinninger las aus seinem neuen Buch „Wo der Himmel die Erde berührt" Texte über Leben, Familie und Dankbarkeit, die im Raum standen, als gehörten sie dazu. Hannes Weinberger fügte dem Abend eine weitere Schicht hinzu, die man nicht sieht, aber spürt.

Ein Zeichen unter Gleichgesinnten

Die Anwesenheit der Malerin Rut Kohn bei der Vernissage war mir eine besondere Ehre. Die tschechisch-deutsche Künstlerin, deren Werke sich u. a. in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen befinden und die im Rottal lebt und arbeitet, setzte mit ihrem Kommen nicht nur für mich ein Zeichen. Wenn Künstlerinnen und Künstler zu einer Eröffnung erscheinen, ist das weit mehr als eine Geste der Höflichkeit: es ist Ausdruck von Wertschätzung unter Gleichgesinnten.

Künstlerin Rut Kohn zu Gast bei der Vernissage am 7. August